Weihnachtsstress adé – mit Gelassenheit durch die Feiertage!

Schwangere beim Pilates am Strand (© chupacabra – stock.adobe.com)

Liebe Klientinnen und Klienten, liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende und Weihnachten steht schon bald vor der Tür. Dies ist eine Zeit, in der viele von uns bewusst oder meist unbewusst mit ganz tiefen Themen ihres Innern in Kontakt kommen. Das beobachte ich wieder einmal in der Praxis mit meinen Klientinnen und Klienten und im Alltag mit all den Menschen um mich herum.

Viele Menschen sind gereizt, gar gestresst, hetzen von Termin zu Termin, hier noch eine Weihnachtsfeier, da noch ein Plätzchenbacktreffen, die Weihnachtseinkäufe sollen auch noch erledigt werden. Und außerdem steht der Besuch der Verwandtschaft an.

Doch wieso tun wir Menschen das so? Heißt es nicht „besinnliche Weihnachten“? Wo bleibt die Besinnlichkeit? Was bringt uns dazu genau an diesen Feiertagen uns häufiger und stärker denn je zu streiten?

Dies hat verschiedene Gründe!

An der Oberfläche:

  • Wir sind näher und länger mit Menschen auf engem Raum, als wir es sonst sind
  • Wir haben den Wunsch, dass es besonders schön und harmonisch wird
  • Diskussionen über brisante Themen wie Politik, Religion, etc. haben häufig Streitpotenzial
  • Zu viel Alkohol enthemmt und öffnet Türen zu hitzigen Auseinandersetzungen
  • Zu wenig Pausen und ständiger Kontakt mit anderen entfernt uns leicht von uns selbst

Tiefer und damit sozusagen die innere Basis für dann oberflächliche Auslöser ist jedoch etwas anderes.

Die Psychodynamik von Weihnachten und Familienfesten!

Weihnachten: Ein Kind wird geboren.

An Weihnachten mit der Geburt des Jesu-Kindes erleben wir die direkte Konfrontation mit unserem Selbst. Ein Kind wird geboren. Unschuldig und frei. Kinder sind Ausdruck von Unschuld und Reinheit. Sie symbolisieren unser SELBST. Das Selbst ist unser innerer Kern, das Unschuldige, das Reine, das Unzerstörbare, das Strahlende. Es ist frei von EGO-Anteilen (Schatten und Persona).

Wie gut sind wir jedoch mit unserem Selbst verbunden? Welche Themen haben wir eventuell noch nicht integriert? Welche Schattenteile, nicht gelebte Gefühle, alte Verletzungen, Sehnsüchte, etc. haben wir noch nicht beleuchtet? Was möchte in uns noch nachgenährt werden?

Wer mit seinem Inneren (und somit auch mit seinem Inneren Kind) gut in Kontakt ist, der spürt seine Bedürfnisse. Und kann sie als Erwachsener äußern und (sich selbst) erfüllen.

Am Heiligabend wird nun laut christlicher Mythologie das Christkind geboren. Psychodynamisch sozusagen unser jeder eigenes Inneres Selbst zeigt sich, unschuldig und rein. Der Heiligabend, der Abend und die Zeit für Dein Heilendes Fest.

Gleichzeitig fühlen sich die meisten gerade zu Weihnachten verpflichtet „bei der Familie zu sein“, „die Großeltern einzuladen“, „Tante Trude bei sich aufzunehmen“, „zu den Eltern zu fahren“, etc. pp.

Bei mir in der Praxis heißt das regelmäßig nach den Feiertagen, dass sich Schmerzen, Verspannungen, Stress, Streits, etc. häufen. Die Klienten kommen mit einem Haufen an Spannungsgepäck aus den Feiertagen zurück. Und eigentlich sollten es doch erholsame, freie Tage sein.

Woran liegt es?

Die meisten handeln danach was „man doch so tun muss“. Dann heißt es „ich kann doch nicht nicht dahin gehen.“, „dann sind die doch enttäuscht oder verletzt“, „ich mach das doch auch gerne, aber…“, etc. Wir sind unmittelbar mit uralten Schuld- und Schammustern konfrontiert.

Letztendlich sind es unsere inneren Kinder, die Angst davor haben, dass sie nicht mehr geliebt und geachtet sind, wenn sie entgegen der (vermeintlichen) Erwartungen anderer handeln.

Das heißt wir übergehen lieber unsere eigenen Bedürfnisse, sagen Ja wo wir eigentlich Nein meinen. Und rutschen (egal ob wir 20, 40, 60 oder 80J. sind) automatisch in die ursprünglichen Familienrollen und ihre Muster hinein.

Familie konfrontiert uns immer wieder mit unseren ganz alten (kindlichen) Themen. Die Rollen bleiben immer gleich verteilt. Familie kann toll sein – keine Frage. Doch sollte jeder für sich selbst erspüren was wie wo und wieviel wirklich und tatsächlich gut und heilsam für ihn/sie ist.

Manchmal kann eine Essenseinladung am 2. Weihnachtsfeiertag einfach ein Treffen zu viel sein. Auch wenn die Absage und dann das eventuell alleine zu Hause sitzen schmerzhaft und traurig sein kann, kann es doch einen riesen Beitrag zur eigenen inneren Heilung beitragen. Weil man merkt, dass ein drittes Treffen an drei Tagen zu viel des Guten wäre. Und auch wenn es dann etwas einsam in erster Linie erscheint. Bringt es dann eine tiefe nachhaltige Zufriedenheit, wenn man seinem wirklichen tiefen inneren Bedürfnis die Erlaubnis und den Raum gegeben hat wirklich da zu sein. Sich selbst gut um sich zu sorgen.

Was kannst Du also tun, um gut durch die Zeit vor Weihnachten und die Feiertage selbst zu kommen?

Es ist eine besondere Energie, die gerade in der Luft liegt. Diese Energie und Zeit des Jahres öffnet uns viele Chancen für echte, tiefe Heilung. Wenn wir sie sinnvoll und bewusst wahrnehmen und nutzen, dann ist viel Transformation möglich.

Tipps für ein entspanntes und heilsames Fest:

  • Lausche auf Deine Bedürfnisse – wonach steht Dir wirklich-wirklich der Sinn?
  • Schaff Dir dafür Inseln: allein spazieren gehen, Rückzug an einen Lieblingsort, etc.
  • Baue Pausen von allem und allen bewusst und regelmäßig ein.
  • Achte Deine Bedürfnisse und die Bedürfnisse der Menschen um Dich herum.
  • Überprüfe immer wieder Deine Entscheidungen. Jede Verabredung darf in die eine oder andere Richtung immer wieder neu getroffen und verändert werden.
  • Äußere Deine Bedürfnisse in Ich-Botschaften. Du darfst Dich erklären, musst Dich aber nicht rechtfertigen.
  • Du darfst alles und musst gar nichts!
  • Und was IMMER und ÜBERALL geht:
  • ATME! Bewusstes tiefes Ein- und Ausatmen bringt Dich ganz schnell und jederzeit wieder zurück zu Dir und ins Hier & Jetzt! (z.B. im Rhythmus 4711 – 4sec einatmen + 7sec ausatmen + 11mal wiederholen)

Mach Dir dies Jahr Dein HEILENDES FEST.

Wie immer das für Dich aussehen mag. Allein, mit Freunden, mit Familie, mit Fremden, zu Hause oder woanders. Von Charity Gutes tun für andere, bis hin zum traditionellen Familienfest. Alles ist erlaubt. Denn jeder von uns hat dies unschuldige, strahlende, schöne Wesen in sich. Jeder!

Was tun, wenn es dennoch kriselt?

Und wann immer es doch irgendwo etwas hakt und kriselt: ATME tief ein und aus und mach Dir bewusst:

JEDER von uns hat eine Geschichte über die wir von außen nichts, aber auch wirklich gar nichts wissen. Also nutze diese besondere Zeit, diese besondere Energie doch wirklich mal ganz bewusst:

Dich selbst zu feiern > für all das, was Du dies Jahr gemacht, geschafft, erlebt hast!

Und stell Dir vor, dass auch jeder andere da draußen, bekannt oder unbekannt, so ein Jahr voller Ereignisse hinter sich hat. So erweiterst Du Stück für Stück Dein Mitgefühl für Dich selbst und automatisch auch immer mehr für alle anderen Wesen da draußen. Auch wenn sie sich gerade in einer mürrischen, streitenden, zu lauten, zu leisen, zu schnellen, zu langsamen Verpackung zeigen sollten.

Vielleicht ist es Dir dann hier und da möglich Dein Herz zu öffnen und immer mehr Wesen Glück zu wünschen.

Dir und Euch allen nun ein heilendes Fest und einen friedvollen Start in ein zauberhaftes neues Jahr: mit den Wesen, die Dir/Euch wichtig sind im Herzen.

Gute Wünsche wirken!

Ich danke Euch für alles in 2018 und freue mich auf gemeinsame Zeit in 2019!

Herzlich Eure

Anna F. Rohrbeck

Wenn Dir nach so viel Feiertagen der Wunsch nach weiterer tiefer Heilung steht, dann vereinbare gerne einen unverbindlichen Kennenlerntermin. Auf Deiner Reise zu mehr Selbst-BewusstSein und Selbst-Vertrauen begleite und unterstütze ich Dich sehr gerne.

Heilpraktikerin Anna F. Rohrbeck
2018-12-20T15:04:46+00:00

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